Donnerstag, 20. Juli 2017

Little things...





I still get wildly enthusiastic about little things...
I play with leaves.
I skip down the street and run against the wind.

- Leo Buscaglia


Shared with Floral Bliss

Dienstag, 18. Juli 2017

Secret heart





The secret is not in your hand or your eye or your voice, 
my aunt told me once. 
The secret is in your heart.
 Of course, she said, knowing that doesn’t make it any easier.

- storypeople -












Mittwoch, 12. Juli 2017

Best of times





I’d like to leave you with something valuable, she said.
You probably already have, I said,
but we take most of our lives to remember that,
even in the best of times

- storypeople -














Dienstag, 11. Juli 2017

Scraps of magic





These are little scraps of magic & when you paste them
together you get a memory of something fine & strong,
she said. Sometimes it takes till you’re 40 to see it though.

- storypeople -














Freitag, 7. Juli 2017

A quiet place...









A liturgical chant in Georgian language









Friday Five and moments...



... of happiness and gratitude


To have a quiet slow day to enjoy the summer.



To get a delicious bread from the "Table" (Charity org.)




To eat a sweet melon.
(the first "Piel de Sapo"-melon in my life)



To have the right weather to dry the laundry outside


To look at the play of light and shadows.

No more words for today - the summer happens outside and not in the web...


Around Roanoke


Dienstag, 4. Juli 2017

Sommerurlaub (?)





Sommerurlaub - wie schreibt man das?
Oder: wie be-schreibt man etwas, das es 1985 zum letzten Male gab?
An was kann und mag ich mich erinnern?




1. Sommerurlaube mit Eltern gab es eher selten.
1962, 67, 75 Ostsee... 1977 und 78 in Polen.
Daher stammt meine rudimentäre Sprachkenntnis.
Die mir schon manches mal sehr genützt hat.
Wenn man im Gesangbuch mitliest, lernt man polnische Aussprache am besten -




2. Schönste Kindheitserinnerung: 1966 bevor ich zur Schule kam.
Erfurter IGA (Gartenausstellung). Nur mit meinem Vater.
Und die Oma in Thüringen besucht, bevor sie 60 wurde und in den Westen ging.




3. 1970-72 zweimal Pionierlager.
Wecken durch Arbeiterlieder aus riesigen Lautsprechern.
Antreten zum morgendlichen Apell.
Der Rest des Tages war normales Feriengaudi.
Ich genoß besonders die Zeit am Meer und: ja, ich war schon gerne mal woanders!
Aber Autistenkindern fehlt in Massenquartieren jeglicher Rückzug 
und durch ihre Seltsamkeiten (Behinderung mag ich es nicht nennen) 
werden sie schnell zur Zielscheibe der Gruppe.
Erzieher (in Unkenntnis) drängten auf Anpassung, Überforderung grenzenlos.
Ich fuhr dann kein 3. mal...




4. Verbrachte meine Sommerferien als Kind am liebsten ungestört zuhause.
Draussen im Wald beim Lieblingsbaum 
in den Wiesen oder bei Regen auf dem Dachboden.
Lesend. Fremden Sprachen lauschend aus einem grossen alten Radio.
Als Synästhetikerin waren die Sprachklänge für mich Farben.
Unverstandene Worte wurden zu Bildern. 
Kostbarer Stoff.
Seelenkino.




5. Nach meinem frühen Wegzug von den Eltern zweimal Urlaub auf Hiddensee.
1980 und 82. Allein. Wunderbar.
Aber ganz schwer Quartier zu bekommen dort.
Stellte mich dafür als Fotomodell zur Verfügung.
Romantisch-ästhetische Strandnixenbilder mit langem Haar.
Der Fotograf damals durchaus bekannt.
Und ich hab den Job dann noch öfter gemacht...




6. Durch FDGB-Urlauberaustausch 1985 ans Schwarze Meer.
Die Arbeiter des bulgarischen Partnerwerkes kamen hierher ins Betriebsferienobjekt.
Dafür konnten paar Kollegen das dortige nutzen.
Bungalowsiedlung dicht hinter der türkischen Grenze.

Zum Vergleich: ein Reisebürourlaub in Varna/Nessebar kostete ca. dreitausend,
mein Monatseinkommen lag bei 400-450 (DDR-Mark).
FDGB machte es möglich: Ferien für alle zum zweistelligen Preis.
Zwei Wochen für 90 Mark.

Hier nun Sonne satt und Hitze, wunderbares Meer - dafür bin ich immer zu begeistern!
Nicht frierend durchnässt in einem Bodenkämmerlein oder Kellerloch hockend,
 wenn deutsches Wetter mal wieder Dauerregen war...
 und statt warmer Dusche eine Pozellankanne 
mit abgestandenem Kaltwasser plus Schüssel dazu.
 Das war der Standard in Privatquartieren damals 
und die waren auch alle immer ausgebucht.
Gehörte irgendwie so zum Feriengefühl.
Nicht weiter schlimm, wenn man die Tage draussen verbrachte.

Hier gab es sogar Duschen, aber häufig kam da kein Wasser raus. 
Und paar andere Dinge mehr.
WC war ein Loch im Boden. Keine so schlechte Idee!
Dazu sind fremde Länder ja da, über sich hinauszuwachsen 
und Überleben zu trainieren.

Die Menschen freundlich, die Sprache slawisch, eine Spur härter als Russisch.
Was sowieso keiner hören wollte dort.
Die einzig bekannten deutschen Worte waren Schnaps und Witz - - -
Aber man hat sich schon irgendwie verständigt.

Allerdings kein Ort für Einsiedlerinnen.
Unmöglich, als blonde junge Frau allein spazieren zu gehn.
Meine langen Locken hatte ich mir wohlweislich daheim schon abgeschnitten,
aber auch das reichte nicht.
Wurde mehrmals in die Büsche geworfen und habe nie im Leben
meine Zähne, Fingernägel und Füsse mehr gebraucht.
Urlaub zum Abgewöhnen.
Manche Traumata wirken lang...




7. Danach endlich die Selbstständigkeit durchgesetzt...
 war sowieso kein Sommerurlaub mehr drin.
Das Geld von den Märkten musste bis Weihnachten reichen.
Hatte sich die Frage also erstmal erledigt.


8. Ende 89 ging die Grenze auf, 1990 Währungsunion:
 Mallorca, wir kommen!
Nicht jedoch ich.
 Mir brach ganz schnell die Existenz weg und eine Anstellung zu kriegen, 
wo überall Betriebe geschlossen wurden, gelang mir nicht.
Billigjobs, Gelegenheitsaufträge (oft hinterher nicht bezahlt) - 
es ging gleich sehr tief hinab und die Reisefreiheit 
ging unbemerkt an mir vorbei.
Andere Sorgen. Wenigstens die Miete aufbringen.
Essen aus Containern. Damals wenigstens noch unverschlossen -


9. Das ruhelose Umherziehen der Berber, eigenen Gesetzen und Regeln folgend, 
war nicht meine Art des Reisens.
Diese archaische Welt voller Gewalt ist nicht für Einzelgängerinnen gemacht.
Da braucht eine Frau schon einen sehr guten Hund.
Oder einen starken Beschützer.
Der sie früher oder später auch nur verprügelt und ihr die Rippen bricht.
Ich wollte beides nicht.
So blieb ich denn immer am Ort.



10. Manchmal möchte ich schon gerne verreisen.
 Nach Menton an die Cote d'Azur,
Rochester erleben, Bundesstaat New York.
Orte, die ich durch Blogger kenne.
Den Bodensee sehen oder die Nordsee.
Stralsund, Greifswald, Dresden, Naumburg, Weimar..
 endlich einmal  wiedersehn.
Aber das geht kaum mit einer Rente
 in Höhe meines damaligen DDR-Monatsgehalts.




11. Also verbringe ich die Sommer daheim.
Gar so schlimm ist das für mich nicht.
Lese das Flow-Ferienbuch und in Blogs vom Urlaub der anderen.
Versuche, mir ab und zu einen Tag wegzustehlen vom Alltag.
Um diesen bewusst als Sommerfrischlerin zu gestalten.
Eben auf meine Art. Und/oder mit meinem Liebsten.
Gehe, so oft es geht, ins örtliche Schwimmbad.
Frühmorgens und meist nur bei schlechterem Wetter.
Sonst ist es total überfüllt.
Andere Badegewässer sind unerreichbar.
An heissen Tagen spendet mir Schatten der Kirschbaum oder der Wald...




12. Das heutige Reisegeschwindigkeit hat schon etwas Tolles.
Mit ICE oder Flugzeug in wenigen Stunden nach ganz weit weg.
Aber das ist nicht unbedingt nach meinem Sinn.
Würde manchmal gern reisen, wie zu Goethes Zeiten:
die schuckelnde Postkutsche unbequem und nie wissen, in welchem 
Wanzen-Bett eines drittklassigen Gasthofes man nächtens landet...
Aber dafür mehr sehen vom Weg.
 Achtsamer reisen.
Philosophieren mit Mitreisenden, stundenlang.
Unterwegs Reisetagebuch schreiben. 
Oder malen.
Irgendwann ankommen in der Sommerfrische
und bis dahin schon ganz schön viel erlebt -


13. Oder mit einem Auto unterwegs.
Aber nicht kilometerfressend auf der Autobahn.
Dörfer entdecken, Kunst betrachten.
 Landschaften geniessen. Zwischenstation.
Sich Zeit lassen.
Unabhängig von Fahrplänen sein.
Das sind so meine Träume...



14. Reisen hat es in frühen Jahrzehnten schon noch weitere gegeben:
mit der Bahn durch verschneite russische Weiten bis fast zum Ural.
Moskau im Februar... - aber hier war ja nach Sommerferien gefragt.

15. Wir machten früher meist Farbdias.
Davon existieren noch etliche Kästen.
Erinnerungsschätze.
Papierbilder zum Zeigen habe ich nicht.
Daher etwas Nostalgie zur Illustration und weil ich ja sowieso
mehr ein Mensch bin, der in frühere Zeiten gehört.
Abgebildete Personen sind Zufälle.
Haben nichts mit mir und meiner Familie zu tun.

Gerne mitgemacht bei Le Monde de Kitchi


PS: Ich habe das nicht geschrieben, um jemandem Schuldgefühle zu machen 
und ich bin prinzipiell nicht neidisch, wenn es anderen "besser" geht, 
oder eben einfach nur anders ...
Wertendes, vergleichendes Denken ist mir fremd und
ich glaube, jedes Leben hat seinen Sinn, so, wie es ist.
Vielleicht erfüllen sich ja meine Ferienträume doch noch, wer weiss?